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Lippenherpes, viele tragen den Virus in sich

Nahezu 90 % der mitteleuropäischen Bevölkerung tragen das Herpes-simplex-Virus Typ 1, das den Lippenherpes auslösen kann, in sich – oftmals, ohne es zu wissen. Denn nur bei einem Drittel der Betroffenen führt das Virus zwei- bis dreimal jährlich zum Erscheinungsbild der Lippenbläschen. Zumeist dann, wenn das Immunsystem bei Erkältungskrankheiten, Stress, psychischen Problemen oder auch Sonneneinstrahlung geschwächt ist.

Lippenherpes – immer dann, wenn man ihn am wenigsten braucht

Sie haben eine Verabredung oder ein wichtiger Geschäftstermin steht an. Situationen, in denen das Immunsystem unter Druck steht. Herpesgeplagte wissen nur zu gut, dass die Viren jetzt besonders leichtes Spiel haben. Und dann geht’s auch schon los: Die Lippen spannen und kribbeln, Herpes kündigt sich an.

Das Herpesvirus ist ein lebenslanger Begleiter

Lippenherpes, immer dann, wenn man ihn am wenigsten braucht. Eine Frau hält ihren Finger auf eine Stelle an der Lippe.Fast jeder trägt das Herpes-simplex-Virus mit sich herum. Doch nur bei etwa einem Drittel gehen die Viren zum Angriff über und verursachen die schmerzenden Lippenbläschen. Meistens steckt man sich schon als Kind an. Die Viren werden durch kleinste Verletzungen an Mundschleimhaut und Lippen aufgenommen, z. B. durch Körperkontakt mit einer akut infizierten Person. Nach Ende der Erstinfektion gelangen die Viren in die Knoten (Ganglien) sensorischer Nerven (z. B. im Bereich der Schläfe). Die infizierten Zellen dienen als lebenslanges Erregerreservoir. Durch bestimmte Auslöser kommt es zu einem erneuten sicht- und fühlbaren Ausbruch, einer „Reinfektion“.

Was das Virus weckt

Manche Patienten leiden alle vier bis sechs Wochen unter der schmerzhaften viralen Infektion, andere zwei- bis dreimal im Jahr. Wie genau die Viren geweckt werden, ist bis heute nicht erforscht; die auslösenden Faktoren können individuell unterschiedlich sein. Schwächen fiebrige Infekte, Stress, vermehrte Sonneneinstrahlung, abrupt veränderte Luftverhältnisse, Austrocknung nach langem Aufenthalt im Wasser, Ekel oder hormonelle Veränderungen bei Menstruation oder Schwangerschaft das Immunsystem, kann die körpereigene Abwehr den Herpesviren kein Paroli mehr bieten. Die Lippenepidermis besitzt keine fettenden Talgdrüsen, ist besonders dünn und sensibel, sodass sie unter extremen Bedingungen schneller Schaden nimmt als die übrige Haut.

Fakten zum Herpes-simplex-Virus:

  • Das Virus ist 90−170 Nanometer (1 nm sind 0,000 001 mm) „groß“.
  • Etwa 90% der Deutschen tragen diesen Erreger in sich.
  • Bei rund 12 Millionen Erwachsenen bricht das Virus auch durch.

Ein lädiertes Abwehrsystem gibt den Viren also die Chance, aus den Nervenknoten über die Nervenbahnen an die Hautoberfläche zu wandern – genau an jene Stelle, wo sie sich einst auch eingeschlichen hatten.  Dort vermehren sie sich, brechen aus und zerstören die Zelle. Später ziehen sich die Erreger auf gleichem Wege wieder zurück.

Wie kann man sich vor Herpesattacken schützen?

Die Auslöser für einen Herpesausbruch können individuell verschieden sein, fest steht aber eines: Ein starkes Abwehrsystem kann die Viren in Schach halten. Alle Regeln für ein gesundes Leben gelten demnach auch hinsichtlich des Risikos eines Wiederausbruchs der Herpesinfektion. Viel Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und möglichst wenig krankmachender Stress – damit halten Sie Herpesviren und andere Infektionskrankheiten besser im Zaum.

Lippenherpes und seine Warnsignale

Wer einmal Lippenherpes hatte, spürt genau, wenn die Viren zu einer neuen Attacke ansetzen. Deren Angriff läuft immer nach dem gleichen Schema ab.

Latenzphase

Die Herpesviren ruhen in den Nervenknoten in der Nähe der Schläfe.

Ankündigungsphase

Die Herpesviren kündigen ihr Kommen mit einem Spannungsgefühl an der Lippe, mit Jucken, Kribbeln und Brennen an. Zu sehen ist noch nichts, höchstens eine schwache Rötung. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Viren, sich zu vermehren.

Bläschenphase

Nach rund zwei Tagen hat der Herpesviren-Überfall seinen schmerzhaften Höhepunkt erreicht. Die normalen Hautzellen überleben die Virusvermehrung in ihrem Inneren nicht und werden zerstört: Auf gerötetem Grund bilden sich in Gruppen die typischen Bläschen. Sie sind prall mit einer Flüssigkeit gefüllt, die Millionen von Viren enthält. In dieser Phase ist deshalb die Ansteckungsgefahr besonders groß.

Abheilungsphase

Irgendwann platzen die Bläschen und die Viren bersten aus ihnen heraus. Anschließend verschorft der verfallene Bereich. Der Lippenherpes heilt dann meist innerhalb von zehn Tagen narbenlos von selbst ab.

Bei den ersten Herpessymptomen: Sofort handeln!

Was tun, wenn das Virus ausbricht? Zunächst einmal gilt: Hände weg von alkoholischen Wässern, Zahnpasta, Rasierwasser und Co.! Diese Mittel sind zwar scharf und brennen auf der Haut, haben aber keinerlei virushemmende Wirkung.

Eine Herpescreme mit dem virushemmenden Wirkstoff Aciclovir hingegen kann den Herpesausbruch bremsen. Der Wirkstoff dringt in die befallenen Zellen ein und unterbricht die weitere Virusvermehrung. Dieser Prozess ist virusspezifisch, nicht befallene Körperzellen werden nicht geschädigt.

Ganz wichtig: Diese Wirkung kann Aciclovir nur in der Frühphase des Herpes erzielen! Das bedeutet: Bereits bei den ersten Warnsymptomen wie Kribbeln und Spannen sollten Sie die Herpescreme mit einem Wattestäbchen auftragen und sanft einmassieren, am besten im 4-Stunden-Rhythmus. So haben Sie die größten Chancen, den Herpes schneller in den Griff zu bekommen. Damit Sie im Falle des Falles rasch reagieren können, sollten Sie Ihre Herpescreme immer parat haben.

Vorsichtsregeln für Herpespatienten

Herpes kann ein böses Nachspiel haben: Nestelt man an den Lippen herum und reibt sich anschließend die Augen, drohen Binde- und Hornhautentzündungen. Deshalb gilt: Nach dem Berühren der Lippen unbedingt Hände waschen! Da sich Herpesviren auch im Speichel befinden, dürfen Kontaktlinsen niemals mit Speichel eingesetzt werden. Besonders gefürchtet sind Herpesinfektionen bei schwangeren Frauen: Werden die Viren auf die Genitalien der werdenden Mutter übertragen, kann dies bei der Geburt zu schweren Nervenschäden beim Kind führen. Deshalb sollten Schwangere besonders vorsichtig sein, insbesondere beim Küssen und beim Sex!

Außerdem sind tabu: Fingernägelkauen sowie das gemeinsame Benutzen von Kosmetika, Geschirr und Handtüchern. Reagiert man auf starke Sonneneinstrahlung mit Herpes, sollten die Lippen mit Sunblockerstiften geschützt werden.

Die wichtigsten Hygieneregel bei einer Herpesinfektion:

  • Waschen Sie sich grundsätzlich die Hände nach dem Berühren der Lippen.
  • Verwenden Sie Wattestäbchen zum Auftragen der Herpespräparate.
  • Niemals Kontaktlinsen mit dem Speichel einsetzen.
  • Vermeiden Sie Fingernägelkauen und Kusskontakt.
  • Vermeiden Sie Kontakt mit Kleinkindern, da deren Immunsystem besonders anfällig für Herpes-Viren ist.
  • Benutzen Sie Kosmetika, Hand- und Geschirrtücher, Gläser und Geschirr nicht gemeinsam mit anderen Personen.
  • Schützen Sie sich mit Sunblockerstiften, wenn bei Ihnen starke Sonneneinstrahlung häufig zu den Herpessymptomen führt.
  • Hausmittel, wie Zahnpasta hemmen weder die Viren noch lindern sie die durch die Herpes-Viren hervorgerufenen Beschwerden.

Wenn der Herpes da ist

Ist der Ausbruch des Herpes nicht mehr zu stoppen, kann Ihnen ein schmerzstillendes Mundgel weiterhelfen. Herpesgeplagte wissen nämlich nur zu gut, dass die Lippenbläschen nicht nur hässlich aussehen, sondern richtig wehtun. Ein lidocainhaltiges Mundgel kann dazu beitragen, die Herpestage schmerzärmer zu überstehen. Lidocain ist ein bewährter Wirkstoff, der das Gewebe örtlich betäubt. Wie für die Herpescreme gilt auch hier: Tragen Sie das Medikament nach Möglichkeit mit einem Wattestäbchen auf und massieren Sie es vorsichtig ein, ohne die Bläschen aufzudrücken. So vermeiden Sie, dass andere Krankheitskeime in die Bläschen gelangen und mindern gleichzeitig das Infektionsrisiko anderer Körperregionen mit Herpesviren.

Bei lang anhaltenden Veränderungen oder großflächigem Befall der Lippen und Umgebung sollten Sie unbedingt Ihren Arzt zur Abklärung aufsuchen!

DYNEXAN MUNDGEL und DYNEXAN HERPESCREMEJuckreiz, Spannungs- oder Schwellungsgefühl, Kribbeln: Sind diese ersten Symptome an den Lippen zu spüren, sollten Sie, ohne zu zögern, handeln. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zahl der Viren noch relativ gering und die Chance, den Lippenherpes am Aufblühen zu hindern, am größten. Unsere Empfehlung: Tragen Sie unverzüglich DYNEXAN HERPESCREME® auf. Sie enthält den antiviralen Wirkstoff Aciclovir, der die Vermehrung der Viren stoppt. So kann die Dauer eines aufblühenden Herpes von circa acht auf etwa drei Tage verkürzt beziehungsweise ein Ausbruch ganz verhindert werden. DYNEXAN HERPESCREME® wirkt gezielt. Sie ist gut verträglich und sogar für Kinder und Schwangere geeignet.

Wenn sich schon schmerzhafte Lippenbläschen gebildet haben, lindert DYNEXAN MUNDGEL® schnell und wirkungsvoll die Beschwerden. DYNEXAN MUNDGEL® mit dem Wirkstoff Lidocain ist gut verträglich mit DYNEXAN HERPESCREME®, zuckerfrei und angenehm im Geschmack. So lassen sich die Tage bis zur Abheilung der Herpesbläschen leichter überstehen.

DYNEXAN HERPESCREME®. Wirkstoff: Aciclovir Anwendungsgebiete: Zur lindernden Behandlung von Schmerzen und Juckreiz bei häufig wiederkehrenden Herpesinfektionen mit Bläschenbildung im Lippenbereich. Hinweis zu Risiken und Nebenwirkungen: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: März 2015. Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden

DYNEXAN MUNDGEL®. Wirkstoff: Lidocainhydrochlorid 1H2O Anwendungsgebiete: Zur zeitweiligen, symptomatischen Behandlung von Schmerzen an Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Lippen. Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: Juli 2015. Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden

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